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Ein Blog aus dem Nichts – oder was wird gebraucht: Domain, Provider, Blog-System …

Ein Blog aus dem Nichts – oder was wird gebraucht:
Domain, Provider, Blog-System …

Ein neues Blog entsteht, ja richtig, das Blog, nicht der Blog.
Blog ist von Web-Log abgeleitet. BeF hat das in einer Grafik sehr gut dargestellt.

Doch welche Vorgehensweise ist die richtige bis das Blog im Netz ist?
Welche wichtigen und teilweise weniger wichtigen Schritte müssen gegangen werden um das Blog erfolgreich zu machen.
Was soll ich nur in das Blog schreiben – mein persönliches Tagebuch?

In diesem und den folgenden Beiträgen möchte ich darauf eingehen welche Schritte ich bis jetzt unternommen habe, welche noch folgen werden und ob meine Vorgehensweise zum gewünschten Erfolg geführt hat. Ausserdem werde ich weitere Möglichkeiten und unterschiedliche, beachtenswerte Thematiken ansprechen.

Vor Beginn:
Am Anfang sollte man sich einige Gedanken machen. Gut wäre es sich einen Stift und ein Blatt Papier zu nehmen und folgende Überlegungen anzustellen:

Welche Inhalte / Schwerpunkte soll das Blog haben?
Ist ein Blog überhaupt die richtige Platform für meine Webinhalte?
Welche Ziele verfolge ich mit der Internetseite?
Wer ist meine potentielle Zielgruppe und erreiche ich die überhaupt mit einem Blog?

Sind diese Fragen geklärt, kann es eigentlich schon lost gehen … oder doch nicht?
Richtig, spontan tauchen weitere Fragen auf:

Bei welchem Internet-Service-Provider soll mein Blog gehostet werden?
Welches Hostingpaket brauche ich?
Welches Blog-System soll verwendet werden?
Welchen Domainnamen möchte ich haben?
Wie viel Geld bin ich bereit in meinen Blog zu investieren?

Um die Frage nach dem Domainnamen etwas zu vereinfachen sollten folgende Dinge beachtet werden:
Ist der gewünschte Name noch frei und sind ähnliche Domainnamen durch die Konkurrenz belegt?
Passt der Name zu meinen Inhalten?
Welchen Namen soll ich nur nehmen?

Der Name sollte unbedingt zum Thema des Blog passen und wenn möglich kurz, prägnant und einprägsam sein.
Viele Webhosting-Provider bieten bei der Beauftragung des Hostingpakets eine Prüfung ob der gewünschte Domainname noch frei ist.
Um zu verhindern, dass Mitbewerber sich artverwandte Domainnamen sichern, sollte überlegt werden evtl. auch Namensvariationen z.B. mit Bindestrich zu registrieren.
Wer überhaupt keine Idee hat wie das Blog heissen soll, kann auch einen Namengenerator wie Dot-o-mator zur Hilfe nehmen.
Um zu prüfen ob der gewünschte Name noch frei ist würde ich den UNIX/Linux Befehl whois verwenden. Alle anderen können auch auf die jeweiligen Domain-Registrare zurückgreifen (für .de denic.de) oder seriöse whois Abfrageseiten wie die von Heise verwenden.

Der richtige Provider:
Die Frage nach dem Webhosting-Provider ist etwas schwieriger. Provider gibt es wie Sand am Meer und fast täglich kommen neue dazu. Groß heisst nicht immer gut. Ich habe mich für das BasicWeb XL Paket bei STRATO entschieden.
Nein, Strato war nicht meine erste Wahl und ich möchte hier auch keine Werbung für Strato machen. BasicWeb XL ist eines der kleineren Pakete und wie klein es wirklich ist, kann man an der Ladezeit dieser Seite merken.
Weshalb ich mich für Strato entschieden habe ist ganz einfach, Strato bietet einen DynDNS Service für die eigene Domain ab dem Paket BasicWeb XL.
Normalerweise verwende ich einen V-Server und mehrere Webhosting-Pakete eines anderen Anbieters. Wenn sich an der Ladezeit nichts ändert, werde ich wohl den DNS-Eintrag für diese Domain einfach umlenken.
Diesen Blog mit einem kleinen Webhosting-Paket zu betreiben ist einfach nur ein Versuch.

Aber welches Hosting-Paket braucht man dann?
Webspache, PHP, MySQL, V-Server, Root-Server …
Viele Begriffe und ich bin mir sicher nicht jeder der sich einfach nur ein Blog einrichten möchte kennt sich in dem „Bezeichnungs-Wirrwarr“ aus.

Um die Vielzahl an potentiellen Providern etwas einzugrenzen, möchte ich die Frage zurück stellen und eine andere vorziehen.

Welches Blog- oder CMS-System soll verwendet werden?
Wenn ein neues Blog entstehen soll, muss es nicht immer WordPress sein. Ja, das Blog hier ist ein WordPress Blog, aber es gibt ja auch noch Serendipity oder Movable Type.
Auch einige Content Management Systeme (CMS) wie etwa Joomla oder Drupal bieten Blogfunktionalität.
Und, muss es überhaupt ein freies System Sein?
Das Smashing Magazine hat 2008 eine ganz gute Liste der 10 beliebtesten Blog-Systeme mit Beispielblogs zusammen gestellt.
Wem das nicht ausreicht, der sollte mal einen Blick auf OpenSourceCMS.com werfen. Hier werden eine Vielzahl quelloffener Blog- und CMS-Systeme vorgestellt. Ausserdem gibt es zu jedem System eine Live-Demo die einen ersten Einblick in das jeweilige System gewährt.
Darüber hinaus bieten viele Firmen Kommerzielle Blog Systeme zum Kauf an.
Bevor die Entscheidung für ein System fällt, sollte man sich bei der Prüfung der unterschiedlichen Systeme folgende Fragen stellen:

  • Ist das System sicher?
  • Seit wann gibt es das System und ist die Weiterentwicklung, der damit verbundene Support und die Behebung kritischer Sicherheitslücken gewährleistet?
  • Bietet mir das System auch zukünftig ausreichend Funktionalität und Erweiterbarkeit?

Sobald das gewünschte System gefunden worden ist, heisst es die Systemanforderungen zu prüfen.
Die Anforderungen von WordPress an den Webserver sind aktuell bei WordPress Version 3.0.5:

  • PHP ab Version 4.3
  • MySQL ab Version 4.1.2

Sollte aus Versehen vor der Auswahl des gewünschten Blog-Systems schon ein Webhosting-Paket gebucht worden sein, müssen die gegebenen Servereigenschaften natürlich in die Blog-System-Suche einfließen.

Wieder zurück zur Providerfrage
Sobald die Wahl des Blog- oder CMS-Systems entschieden ist und die Anforderungen des Systems an den WebSpace bekannt sind, fallen alle Provider die diese Anforderungen nicht erfüllen aus der Webhosting-Provider-Suche heraus.
Dadurch ist die Auswahl aber nur marginal kleiner geworden.
Jetzt heisst es vergleichen. Seiten wie WebhostList können bei Providervergleichen helfen.
Wer für seinen Blog einen reinen Blog-Hosting-Provider sucht, der kann auch z.B. auf das WordPress-Blog-Hosting oder Blogger (von Google) zurück greifen.

Vor einer längerfristigen Bindung sollten grundsätzlich bei der Providerwahl folgende Fragen geklärt werden:

  • Wie lange gibt es den Webhosting-Provider schon
  • Wie gut verfügbar ist das Angebot des Anbieters (Server-Downtime / Ladezeit)
  • Befindet sich der Anbieter in Deutschland (wichtig bei gerichtlichen Streitfragen)
  • Ist der angebotene Preis realistisch?
  • Bietet der Provider ein Backup an?

Viele Provider setzen auf eine starke Mischkalkulation um die Preise extrem niedrig zu halten. Dadurch kann es bei einigen Anbietern vorkommen, dass die Serverauslastung teilweise grenzwertig ist. Ich behaupte jetzt mal wenn bei einigen Providern 1/4 der Kunden nur 50% der versprochenen Ressourcen nutzen würden, könnten diese Anbieter Ihre Preise oder die Leistung nicht halten.
Wenn man sich überlegt was ein Server in der Anschaffung kostet, wie viel kWh Strom er im Jahr braucht und was der Daten-Traffic im Rechenzentrum kostet, kann man leicht überprüfen ob das Angebot des Providers noch seriös sein kann.
Auch bei der Domainregistrierung sind einige Provider nicht seriös. Der Domaininhaber und der Administrativer Ansprechpartner muss man immer selber sein. In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Provider die sich selber als Domaininhaber eingetragen haben. Solange man die betreffende Domain bei dem Provider liegen hat, fällt das oftmals auch überhaupt nicht auf, doch wenn man den Webspeicherplatz wechseln und den Domainnamen mitnehmen möchte, kann das zu extrem großen Schwierigkeiten führen. Denn der Domaininhaber kann über den Domainnamen verfügen.

Wäre ein Server für einen einzelnen Blog die richtige Wahl?
Wer bis hier her gelesen hat wird festgestellt haben, dass ich immer nur von Webhosting und nicht von Serverhosting, VServern oder Root-Servern geredet (oder besser geschrieben) habe.
Ein einzelner eigener Server, der irgend wo in einem Rechenzentrum stehen soll kostet im vergleich zu einem gemieteten Server unverhältnismäßig viel Unterhalt. Stromkosten, Traffickosten und die Hardware müssen selber bezahlt werden. Bei einem Root-Server, also einem gemieteten Server, ist oftmals Traffic inklusive, von Stromkosten überhaupt keine Rede und die Hardware wird in regelmäßigen Abständen vom Provider gewartet und erneuert. Der wäre also schon die bessere Wahl. Ein VServer ist ein virtueller Server. Auf der Server-Hardware befinden sich mehrere virtualisierte Systeme. Jedes für sich verhält sich bei vielen Providern fast wie ein vollwertiger Server, kostet aber erheblich weniger. Bei allen diesen Systemen wird allerdings vorausgesetzt, dass der Kunde sich selber um das System kümmert. Updates, auf die Sicherheit achten, Backups erstellen und vieles mehr müssen selbstständig durchgeführt werden.
Wer glaubt er braucht unbedingt einen Server und meint, dass er die nötigen Administrator-Kenntnisse und Erfahrungen hat, der soll einen Server nehmen. Ich halte einen eigenen Server für einen einzelnen Blog für sehr übertrieben und absolut unnötig.

Zusammenfassend kann gesagt werden:
Den richtigen Provider zu finden ist nicht so einfach.
Ich persönlich bin seit Jahren sehr glücklich mit dem Wspace.org
(auch gelistet bei Webhost-List ). Dieses Blog hier bei STRATO ist nur ein Experiment.

Mein weiteres Vorgehen:
Nachdem ich den STRATO-Account grundlegend eingerichtet hattet, habe ich mir WordPress als Blog-System heruntergeladen und installiert.
Auf die genaue Vorgehensweise bei der Installation von WordPress werde ich jetzt nicht speziell eingehen. Aber einen Hinweis oder besser Nachtrag zur Hosting-Providerwahl habe ich noch.
Die Daten, wie z.B. ein WordPress-Blog-System müssen irgend wie auf den Webserver kommen. Bei Strato passiert dies (bei dem von mir gewählten Paket) per FTP. Ich finde FTP ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Die Daten und Passwörter werden unverschlüsselt übertragen, das muss nicht sein. SFTP (also sozusagen Datenübertragung über per SSH) wäre hier die bessere Wahl.

Bis hier bin ich also jetzt gekommen.

Der Webspace ist eingerichtet, der Domainname erreichbar, das Blog-System installiert und ein erster (bzw. zweiter) Beitrag geschrieben.
Sehr einladend sieht das Blog aber noch nicht aus und gefunden wird es sicher auch noch nicht.
Was mache ich da nur?
Es wäre doch sehr schade wenn diesen Beitrag niemand lesen würde, oder?

Aber dazu mehr in einem der folgenden Beiträge.